Bücher, denen ich viele Leser wünsche (14): Jochen Gutsch/Maxim Leo, Frankie

Der kleine streunende Kater Frankie erobert sich einen Fensterplatz in unseren Herzen. Er hat einen altklugen und originellen Blick auf das Leben und das merkwürdig unsinnige Treiben der Menschen. Das liest sich unterhaltsam und bringt zugleich zum Nachdenken.

Hier ein Beispiel:

"Ich glaub, das wär nix für mich." "Was, Frankie?" "Na, so´n Lebenssinn. Erst mal muss man ihn finden. Und dann muss man darauf aufpassen, damit man ihn nicht verliert. Und hat man ihn verloren, so wie du jetzt, dann denkt man die ganze Zeit darüber nach, wo er hin is´. So ein Lebenssinn macht nur Ärger. Meine Meinung. Und am Ende hat man kaum noch Zeit für andere Sachen."

"Was denn für andere Sachen?" "Na, spielen, lauschen, rumschnüffeln. Ich mag es, über den Großen Weg zu latschen, wenn der Asphalt schön warm is´. Oder ´ner Biene zuzuhören, die mit dem Rüssel in ner Blüte steckt. Und dann muss ich ja auch noch in der Sonne liegen und in den Himmel schauen. So wie jetzt." "Das ist Nichtstun." "Das is´nicht nichts." "Sieht aber so aus." (S.80f),

Penguin,  Hardcover, ISBN 9783 328601838

Dieser Beitrag wurde aktualisiert am 26.10.2026