Anerkennung für meine Forschungsarbeit
Während der Recherchen zu den Teilen 3+4 meiner Chronik stellte ich fest, dass es eine Falschinformation auf einer Internetseite gab. Auch ich selbst hatte in Band 1+2 noch die falsche Person als Gründer der Grieseler Glashütte vermutet, alle anderen mir bis dato bekannten Quellen hatten nämlich den Patron Krause als solchen genannt.
Erfreulicherweise konnte ich durch umfangreiche Recherchen diesen Irrtum ausräumen, und von Seiten des Museums ( brandenburg.museum-digital.de) wurde der Fehler prompt korrigiert.
https://brandenburg.museum-digital.de/object/10761
Unter diesem Link findet sich eine Flasche aus der Grieseler Glashütte, die dort nach der kürzlich erfolgten Korrektur folgendermaßen beschrieben wird:
Beschreibung
Flasche mit schmalem, über ovaler Grundfläche erhobenem Korpus aus braunem Glas mit ebener Standfläche, Hefteisenabriss vernarbt. Auf der Schulter der Flasche eine Glasmarke der Hütte Augustenhöhe in Griesel (Gryzyna, Polen), Mündungsrand verwärmt, daran Überreste von rotem Siegellack, der zur Abdichtung des Korkens diente. Die Glashütte Augustenhöhe wurde 1825 von Major Perle als privater Betrieb gegründet und bestand bis etwa 1880 (Brown 2026, S. 1107). Hergestellt wurden nach Karin und Gerrit Friese "u.a. Ballons, grüne und braune Flaschen, Fensterglas, Medizinfläschchen und Einmachgläser [...]" für Frankfurt (Oder), Berlin, Posen und Schlesien (Friese, Glashütten in Brandenburg, 1992, S. 80f.; vgl. Taf. 16.2). Annette Brown konnte dies im 4. Band ihrer 2026 erschienen Chronik zu Griesel/Gryzyna anhand umfassender Aktenstudien verifizieren.
Das Siegel dieser Flasche zeigt den preußischen Adler umgeben von dem Namen der Glashütte sowie unterhalb des Adlers die Zahl 8 als Zeichen eines Glasmachers der vierten in dieser Hütte produzierten Flaschenserie (vgl. Friese, Abb. 4.8, S. 81). Die Flasche stammt aus dem Altbestand des Museums (vor 1945). Für Informationen zur Glashütte dankt das Potsdam Museum Dr. Verena Wasmuth und Annette Brown. [Uta Kumlehn]
